One Song Closer

Das transnationale Medienprojekt „One Song Closer“ ist eine digitale Kurzvideoserie für Social-Media-Plattformen, die jungen Musiktalenten aus den neun EU-Beitrittskandidatenländern eine Bühne bietet. Ziel des Formats ist es, die kulturelle Vielfalt Europas sichtbar zu machen und das abstrakte Thema der EU-Erweiterung (Enlargement) für eine junge Zielgruppe, insbesondere die Gen Z, nahbar zu vermitteln. Das Projekt verbindet popkulturelle Inhalte mit informeller politischer Bildung, indem es persönliche Geschichten über die universelle Sprache der Musik erzählt und so ein inklusiveres Verständnis von Europa schafft.

Im Mittelpunkt steht pro Land jeweils ein junges Talent, das über klares musikalisches Potenzial verfügt, aber aufgrund finanzieller oder struktureller Hürden kaum Zugang zu professionellen Produktionsressourcen oder dem Musikmarkt hat. Durch die gezielte Unterstützung bei der Erstellung eines professionellen Songs verringert das Projekt bestehende Barrieren und öffnet kreative Räume, die für diese Künstlerinnen und Künstler oft unerreichbar sind. Die Distribution der Inhalte erfolgt primär über Plattformen wie TikTok oder Instagram, um junge Menschen direkt in ihrer alltäglichen Mediennutzung zu erreichen.

Die inhaltliche Struktur der Miniserie folgt einer dokumentarischen und kollaborativen Dynamik. In jeder Episode wird ein Talent in seinem Alltag begleitet, um dem Publikum einen authentischen Einblick in die jeweilige lokale Kultur und die Lebensrealitäten vor Ort zu geben – von regionalen Besonderheiten bis hin zu typischem Essen. Gleichzeitig wird der gemeinsame kreative Prozess dokumentiert: vom Songwriting über die professionelle Musikproduktion bis hin zur Umsetzung eines Musikvideos im Do-it-yourself-Ansatz (DIY) sowie der Erstellung von passendem Promotion-Content. Phasen zwischen den Produktionsreisen werden durch vorproduzierte, zeitunabhängige Inhalte über die Länder überbrückt, um eine kontinuierliche Bespielung der Social-Media-Kanäle zu gewährleisten. Am Ende der Pilotstaffel stehen neun fertige Songs inklusive Musikvideos und eine zusammenhängende Social-Media-Serie.

Der Host des Formats fungiert dabei nicht als klassischer, distanzierter Erklärer, sondern agiert auf Augenhöhe in einer Hybrid-Rolle als kreativer Partner, Reporter vor Ort und Musikproduzent. Er reist in die jeweiligen Länder, arbeitet aktiv mit den Kunstschaffenden an der Musik und transportiert deren Geschichten authentisch an das Publikum.

Die Umsetzung der Pilotphase ist auf einen Zeitraum von etwa vier bis acht Monaten angelegt und umfasst die Vorbereitung, die Reise- und Produktionsphase vor Ort sowie die finale Veröffentlichung. Ein zentraler Leitgedanke der gesamten Produktion ist die ökologische Nachhaltigkeit (Green Storytelling); daher werden Produktionsreisen nach Möglichkeit konsequent ohne Flüge geplant und stattdessen emissionsarme Verkehrsmittel wie die Bahn priorisiert.

Die Ergebnisse werden im Rahmen eines informellen Showcase-Events im europäischen Kontext präsentiert, um relevante Stakeholder aus Politik, Kultur und Jugendförderung direkt einzubinden. Hier wären Marta Kos, Kommissarin für Erweiterung und Glenn Micallef, Kommissar für Jugend und Kultur geladene Gäste.